Geschichte und Kultur
 

WAPPENBESCHREIBUNG

Wappen - Gemeinde Schardenberg

Verleihung des Gemeindewappens und Genehmigung der vom Gemeinderat am 23. August 1990 festgesetzten Gemeindefarben durch Beschluss der oberösterreichischen Landesregierung vom 19. November 1990.

Der heraldische Dreiberg im Schildfuß betont den auf die Lage der Gemeinde verweisenden Ortsnamen. - Die mit einem Kreuz besteckte Lilie steht als Symbol für die 1949/51 auf der Höhe des Fronwaldes erbaute, der Muttergottes von Fatima geweihte Wallfahrtskirche. - Der Pilgerstab erinnert an den hl. Severin, der einer Legende nach auf dem noch heute "Heiden- oder Opferstein" genannten Felsblock gepredigt und das Kreuz als Siegeszeichen des christlichen Glaubens aufgerichtet haben soll. - Die Pflugschar bezeichnet den landwirtschaftlichen Charakter der Gemeinde. - Entwurf des Wappens: Matthias Huber, Schardenberg

Schardenberg - Kurzchronik Schardenberg vor langer Zeit

Schardenberg liegt im unteren Innviertel als letzte Gemeinde am Inn, zwischen den Städten Schärding in Oberösterreich und an der Stadt- und Landesgrenze zu Passau und Bayern.

Erstmals wurde Schardenberg 1084 in den Reichersberger-Stiftungsbriefen als ein zu Passau- St. Severin gehörendes Dominium (Filiale zum heiligen Laurenz) erwähnt. Der Zeitpunkt der Ortsgründung ist unbekannt. Um 453 und 458 nach Christus dürfte der heilige Severin als Glaubensbote und Nothelfer zur Bekehrung der Heiden auf einer seiner Reisen einen der Opfer- oder Druidensteine im Fronwald besucht haben

Zahlreiche Funde aus dem Neolithikum, 5000 - 2000 vor Christus, wie Steinbeile, Speer- spitzen aus Feuerstein, Hüttenlehm gebrannt, Tonscherben aus den verschiedensten Epochen, auch wurden 1861 keltische Goldmünzen, so genannte Regenbogenschüsselchen aus der La-Tene-Zeit, 400 vor Christus, in Schardenberg/Ingling gefunden und weisen auf die frühe und ständige Besiedlung unserer Gemeinde hin

Zwischen 980 bis 1000 wurde von einem der drei Söhne des Grafen Thimo von Vornbach vermutlich die erste Kirche errichtet. Beim Bau der neuen derzeitigen Kirche („Innviertler Dom“), 1908 bis 1910, riss man die alte Kirche bis auf den Turm ab, dabei ließen sich drei verschiedene Bauabschnitte derselben feststellen, der älteste Teil bis in das frühe Mittelalter zurück. Der Kirchturm wurde wegen Baufälligkeit des alten Turmes 1741 in reinem Barock neu gebaut

1948 wurde mit dem Bau der Gelöbniskapelle „FATIMAKAPELLE IM FRONWALD“, ein „Granitenes unter deinem Schutz und Schirm“ wird die „MARIENBURG“ im Fronwald zu Schardenberg genannt, begonnen. Seit der ersten Heimkehrerwallfahrt am 13. Juni 1948, es nahmen 6.000 Personen teil, kommen jährlich, besonders zu den Fatimatagen, tausende Wallfahrer von nah und fern nach Schardenberg

Um der schönen Aussicht wegen wurde bereits 1886 auf dem Fronberg der erste Aussichtsturm mit einer Höhe von 30 m aus Holz errichtet, welcher später 1931 durch einen massiven Neubau in gleicher Höhe ersetzt wurde

Die Gemeinde Schardenberg gehört mit ihren 31,64 km², weiteste Ausdehnung 17,5 km, ihren 800 Haushalten und 2.700 Einwohnern, zu den größten Gemeinden im Bezirk Schärding. Der Ort selbst liegt auf einer Seehöhe von 543 m, die höchste Erhebung ist der Fronberg mit 592 m, die tiefstliegende Ortschaft ist Ingling auf einer Seehöhe von 302 m.

120 landwirtschaftliche Betriebe, welche hauptsächlich Viehwirtschaft und Ackerbau be- treiben, davon wurden bisher 39 zu „Erbhöfen“ (diese sind mindestens 200 Jahre im gleichen Familienbesitz) ernannt, prägen unser Gemeindebild

Schardenberg hat 20 überwiegend kleinere Gewerbebetriebe. Der Großteil der Arbeitnehmer muss daher in die benachbarten Gemeinden oder in das nahe liegende Bayern zur Arbeitsstätte auspendeln

Zirka 317 Kinder besuchen unsere Volks-, bzw. unsere Hauptschule und den Pfarrcaritaskindergarten

Die Gemeinde Schardenberg besteht aus 14 Ortschaften und 38 kleineren Subortschaften und Einzelgehöften, außerdem grenzt unsere Gemeinde an acht Nachbargemeinden an, davon sind zwei bayerisch.

Der Gemeinderat setzt sich aus 25 Mitglieder zusammen, Bürgermeister ist der Landwirt Josef Schachner, Vizebürgermeisterin ist die Kindergartenleiterin Rosa Hofmann

Unsere schöne Landschaft und unsere gut bürgerlichen Gasthäuser laden zu einem Besuch ein. Durch unsere zentrale Lage gibt es viele Ausflugsmöglichkeiten zu den umliegenden Städten, Burgen und Klöstern am Inn und an der Donau in Oberösterreich und Bayern. Wälder, Wiesen, Felder und Bäche der Umgebung laden zum Wandern ein.

Schardenberg ist immer einen Besuch wert, wir freuen uns auf  IHREN !